Ultramarsch 100 km und mehr: welche Ausrüstung, um wirklich weit zu gehen?
Es gibt eine unsichtbare Grenze in der Welt des sportlichen Gehens. Sie liegt irgendwo um den 60. Kilometer, dort, wo die Beine schwer werden, wo die Blasen erwachen, wo der Geist mit dem Körper verhandelt. Die Ultramarschierer, die diese Grenze regelmäßig überschreiten — 100, 120, 160, 200 km — teilen eines: Sie haben gelernt, Ausrüstungsentscheidungen zu treffen, die kein Ungefähr verzeihen.
Ultramarsch: Definition und Formate
Von Ultramarsch spricht man, sobald die Distanz den Marathon (42,195 km) übersteigt. In der Praxis gelten Prüfungen ab 60-80 km als „Ultra“. Die emblematischsten Formate beginnen bei 100 km — der Oxfam Trailwalker ist in Frankreich das bekannteste Beispiel — und reichen bis zu mehrtägigen Alpenüberquerungen jenseits der 200 km. Die Besonderheit dieser Prüfungen: Sie werden gegangen, manchmal gekoppelt mit Phasen leichten Laufens. Der Rhythmus ist fundamental, die Bewegungsökonomie ist Königin.
Die Stöcke: unverzichtbar jenseits von 60 km
Bei Trail-Ultras sind Stöcke auf kurzen Formaten oft optional. Jenseits von 60-80 km werden sie im Feld fast universell. Der Grund ist einfach: Sie verteilen die Muskelarbeit zwischen Ober- und Unterkörper um, verzögern die Erschöpfung der Beine und schonen die Gelenke über die Wiederholung tausender Schritte.
Für die Ultramarschierer im engeren Sinn — die ein zügiges Gehtempo ohne Laufen halten — ist die Rolle der Stöcke noch zentraler. Sie sind bei jedem Schritt aktiv, über die ganze Dauer der Prüfung. Ihre Qualität, ihr Gewicht und ihre Geometrie beeinflussen direkt das Krafthaushalten über 24, 36 oder 48 Stunden.
Die Auswahlkriterien für Ultramarsch-Stöcke
- Das Gewicht: Auf 100 km wird jedes Gramm zehntausende Male getragen. Stöcke mit 140 g pro Stück bedeuten 280 g insgesamt. Stöcke mit 280 g bedeuten 560 g. Der Unterschied wirkt minimal; über 20 Stunden ist er körperlich bedeutsam.
- Die Steifigkeit: Ein Stock, der nachgibt oder vibriert, absorbiert einen Teil der Schubenergie und verliert sie. Im Ultra soll jeder Schub vollständig in den Boden übertragen werden. Hochwertiges Carbon (T700 und höher) garantiert diese Steifigkeit ohne Kompromiss.
- Abnehmbare Schlaufen: Auf einem Ultra verpflegt man sich, zieht sich um, verwaltet seine Sachen. Schlaufen, die sich in Sekunden lösen, sind unverzichtbar, um keine Zeit zu verlieren oder sich beim schnellen Befreien der Hände die Handgelenke zu verletzen.
- Vielseitige Spitzen: Die Oberflächen wechseln ständig. Wolframcarbid-Spitzen mit austauschbaren Gummipads erlauben die Anpassung ohne Halt.
- Die Transporthülle: Wenn die Stöcke auf einem Abschnitt nicht mehr nützlich sind, müssen Sie sie an der Verpflegung schnell im oder am Rucksack verstauen können.
Die spezifische Ultramarsch-Technik
Im Langdistanz-Ultramarsch muss die Technik vor allem sparsam sein. Es ist nicht die Stunde der großen spektakulären Gesten. In der Ebene wird der Stock leicht hinter dem vorderen Fuß eingesetzt, der Schub ist lang und entspannt, der Arm öffnet sich voll nach hinten. Bergauf verkürzt man den Schritt, erhöht die Stockfrequenz, wechselt oder doppelschiebt je nach Steilheit. Bergab löst man die Schlaufen und nutzt die Stöcke als Dämpfer und Gleichgewichtsführer.
Die Regelmäßigkeit der Bewegung ist der Schlüssel. Eine nach 60 km zerfallende Technik — Arme, die sich nicht mehr öffnen, ein Schub, der zu früh endet — erzeugt muskuläre Kompensationen, die sekundäre Muskelgruppen erschöpfen und die Krämpfe beschleunigen.
Die MØNARC® Arcs de Marche im Ultramarsch
Marie-Élisabeth Charre berichtet mit den Arcs de Marche®: „ein besserer Schub, der den Schritt verlängert und schneller macht. Die MØNARC erlauben es, weiter zu gehen, ohne die Wehwehchen zu wecken“ — namentlich ihre Sprunggelenks-Arthrodese und Schulterprobleme. Genau das sucht jeder Ultramarschierer: weiter gehen, länger, und dabei die Schwachstellen schützen.
Alain Gestin, langdistanzerfahrener Ultramarschierer, geht regelmäßig mit den MØNARC® Arcs de Marche. Für ihn gehören diese Stöcke fest zu seiner Kraftstrategie auf Prüfungen jenseits der 100 km.