Pflege und Aufbewahrung der Nordic-Walking-Schlaufen: der komplette Ratgeber
Die Schlaufe ist das Element mit dem meisten Körperkontakt bei einer Nordic-Walking-Tour. Sie überträgt die Schubkraft des Stocks auf Ihre Hand, sie erträgt Schweiß, Wetter und wiederholte Reibung. Und doch wird sie von allen Stockkomponenten am wenigsten gepflegt. So geben Sie ihr, was ihr zusteht.
Die Rolle der Schlaufe verstehen
Anders als man denken könnte, hält der Nordic Walker seinen Stock nicht wie ein Wanderer seinen Stab. Beim Nordic Walking lässt man den Griff regelmäßig los, um die Pendelbewegung des hinteren Arms zu ermöglichen. Die Schlaufe, dieses Band um Handgelenk und Handrücken, fängt den Stock auf und macht den Schub möglich. Ohne gut sitzende Schlaufe wird die Technik unmöglich, und die Anstrengung geht aufs Handgelenk.
Schlaufen können fest (in den Griff integriert) oder abnehmbar sein (in Sekunden lösbar, um eine Verpflegung zu erreichen oder ein Foto zu machen). Abnehmbare Modelle sind heute wegen ihrer Praktikabilität beliebt, besonders auf langen Distanzen.
Die Schlaufen nach jeder Tour reinigen
Schweiß, Schlamm, Wegstaub und Hautöle sammeln sich bei jeder Nutzung in den Fasern der Schlaufe. Ohne regelmäßige Reinigung verschleißen die Materialien, Gerüche setzen sich fest und die Verschlusssysteme verschmutzen.
Für die übliche Reinigung:
- Lösen Sie die Schlaufen vom Griff, wenn Ihr Modell es erlaubt
- Spülen Sie sie mit klarem, leicht seifigem Wasser (milde Seife, nichts Aggressives)
- Reiben Sie die Hautkontaktzonen sanft ab
- Spülen Sie gründlich, um alle Seifenreste zu entfernen
- An der Luft trocknen lassen, fern von direkter Sonne und Wärmequellen (Heizung, Trockner)
Schlaufen aus Neopren oder technischem Schaum vertragen keine Maschinenwäsche. Textilmodelle können eine 30°C-Maschinenwäsche vertragen, prüfen Sie aber die Herstellerempfehlungen.
Die Verschlusssysteme pflegen
Die Verschlusssysteme, Schnallen, Klettverschlüsse, Clips, verdienen besondere Aufmerksamkeit. Mit der Zeit setzen sich Klettverschlüsse mit Haaren, Gräsern und allerlei Kleinzeug zu. Eine trockene Zahnbürste reinigt sie wirksam. Klicksysteme müssen regelmäßig geprüft werden: Ein Klick, der nicht mehr richtig „einrastet“, kann mitten im Schub zum unerwarteten Lösen des Stocks führen.
Die Schlaufe einstellen: ein grundlegender Handgriff
Eine schlecht eingestellte Schlaufe ist eine Verletzungsquelle. Zu eng, drückt sie auf die Durchblutung im Handgelenk und erzeugt Kribbeln. Zu locker, lässt sie den Stock baumeln und zwingt die Hand, mit zu festem Griff zu kompensieren, was Verspannungen und Sehnenentzündungen verursacht.
Die richtige Einstellung: Die Hand muss sich im hinteren Schub vollständig öffnen können, der Stock nur von der Schlaufe gehalten, ohne verkrampfte Finger. Prüfen Sie diese Einstellung bei jedem Handschuhwechsel (Winterhandschuhe, bloße Hände im Sommer).
Aufbewahrung: die Lebensdauer verlängern
Die Aufbewahrung wird oft vernachlässigt. Dabei können einige einfache Regeln die Lebensdauer Ihrer Schlaufen verdoppeln:
- Verstauen Sie nie feuchte Schlaufen in einer Hülle oder geschlossenen Tasche, Schimmel setzt sich schnell fest
- Lagern Sie Ihre Stöcke an der Luft, aufgehängt oder flach liegend, nie gewaltsam gefaltet
- Vermeiden Sie längere Sonneneinstrahlung: UV zersetzt Elastomere und technische Schäume
- Im Winter, nach Touren bei feuchtem Wetter, die Schlaufen vor dem Trocknen vollständig auffalten
Wann die Schlaufen wechseln?
Schlaufen sind Verbrauchsmaterial. Je nach Praxishäufigkeit sollten sie alle 12 bis 36 Monate ersetzt werden. Die Zeichen für einen Wechsel: Der Schaum nimmt nach dem Zusammendrücken seine Form nicht mehr an, die Klettverschlüsse halten nicht mehr, die Nähte fransen aus, oder die Schlaufe verletzt Sie trotz guter Einstellung.
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