Nordic Walking und Cholesterin: was sagen die Studien?
Cholesterin, oft als zu bekämpfender Feind dargestellt, ist in Wirklichkeit ein für den Organismus unverzichtbares Molekül. Sein Überschuss — besonders das „schlechte“ LDL-Cholesterin — macht Probleme, indem er sich an den Arterienwänden ablagert. Regelmäßige körperliche Aktivität ist einer der am besten dokumentierten Hebel zur Verbesserung des Lipidprofils. Und besonders das Nordic Walking hat eine solide wissenschaftliche Bilanz.
Was die Wissenschaft über Nordic Walking und Cholesterin sagt
Eine systematische Übersichtsarbeit über die Wirkung des Nordic Walking bei regelmäßig Praktizierenden zeigte, dass mehrere Wochen Training mit 3 Einheiten pro Woche Gesamtcholesterin und Triglyceride senken können. Diese von der Klinik Synapse zusammengetragenen Ergebnisse stützen sich auf die Analyse von 10 unabhängigen Studien.
Die Schweizer Sportmedizin (Medbase) ist noch direkter: Nordic Walking „hilft im Kampf gegen erhöhte Cholesterinwerte im Blut“, ebenso wie gegen Bluthochdruck und hohe Blutzuckerwerte.
Wie wirkt Nordic Walking auf das Cholesterin?
Mehrere Mechanismen sind am Werk:
- Fettmobilisierung bei niedriger Intensität: In moderatem Tempo greift der Körper vorrangig auf seine Fettreserven zurück. Nordic Walking in der aeroben Zone ist ein ausgezeichneter „Fettverbrenner“
- HDL-Stimulation (gutes Cholesterin): Regelmäßiges Ausdauertraining ist einer der wenigen nicht-medikamentösen Hebel, die den HDL-Wert erhöhen können
- Mobilisierung des ganzen Körpers: Mit 90% der Muskeln erzeugt Nordic Walking einen Verbrauch von 400 bis 600 kcal pro Stunde und schafft ein Energiedefizit, das die Senkung der Blutfette begünstigt
- Verringerung der systemischen Entzündung: Regelmäßige Aktivität senkt die Entzündungsmarker, die mit Atherom-Plaques verbunden sind
Welche Häufigkeit für eine Wirkung aufs Cholesterin?
Die Studien konvergieren zu einem Protokoll von 3 bis 5 Einheiten pro Woche von 30 bis 60 Minuten in zügigem, aber gesprächstauglichem Tempo. Die Wirkungen werden nach 8 bis 12 Wochen regelmäßiger Praxis auf den Blutfettwerten messbar. Je regelmäßiger und länger die Praxis, desto dauerhafter der Nutzen.
Für den optimalen Effekt empfiehlt sich ein Tempo, bei dem man leicht schwitzt, ohne außer Atem zu sein — die „Fettzone“ des Ausdauertrainings. Das Nordic Walking erleichtert es von Natur aus, in dieser Zone zu bleiben, dank der höheren Muskelbeanspruchung.
Nordic Walking und Ernährung: ein Gewinnerduo
Körperliche Aktivität allein genügt nicht immer, um ein aus dem Gleichgewicht geratenes Lipidprofil zu normalisieren. Sie ist aber eine starke Ergänzung zu einer vernünftigen Ernährung. Kombiniert mit weniger gesättigten Fetten und mehr ungesättigten Fettsäuren (Olivenöl, fetter Fisch, Nüsse) kann regelmäßiges Nordic Walking wesentlich zur Verbesserung des Lipidprofils beitragen, ohne systematisch zu Statinen zu greifen.
Die Rolle der Stöcke für die Intensität
Genau hier kommt die Stockwahl in die Cholesterin-Gleichung. Zu schwere oder unpassende Stöcke verkürzen natürlich Dauer und Intensität der Touren. Leistungsfähige Stöcke — wie die MØNARC® Arcs de Marche mit 140 g — erlauben es, die Anstrengung mit Freude zu verlängern, die Distanzen auszudehnen und den Energieverbrauch jeder Tour zu optimieren.
Dieser Artikel dient der Information. Er ersetzt keinen ärztlichen Rat. Wenn Sie wegen Cholesterin behandelt werden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre körperliche Aktivität.