Nordic Walking und Arthrose: eine von Rheumatologen bestätigte Aktivität
Arthrose betrifft in Frankreich mehr als 10 Millionen Menschen. Während der natürliche Instinkt dazu drängt, Anstrengung zu vermeiden, um die betroffenen Gelenke zu „schonen“, gehen die aktuellen medizinischen Empfehlungen in die Gegenrichtung: Angepasste Bewegung ist die beste Therapie bei leichter bis mäßiger Arthrose. Und Nordic Walking gehört zu den geeignetsten Aktivitäten.
Warum Bewegung der Arthrose hilft
Der Gelenkknorpel hat keine direkte Durchblutung: Er ernährt sich durch Aufnahme der Gelenkflüssigkeit bei der zyklischen Be- und Entlastung des Gelenks. Unbeweglichkeit entzieht dem Knorpel diese Ernährung und beschleunigt seinen Abbau. Regelmäßige, sanfte, wiederholte Bewegung wirkt dagegen regenerierend.
Die 30% weniger Gelenkbelastung
Nordic Walking reduziert den Druck auf Knie, Hüften und Wirbelsäule um 30% gegenüber dem gewöhnlichen Gehen. Diese in biomechanischen Studien gemessene Zahl erklärt sich durch die Lastverteilung auf vier Stützpunkte. Für Menschen mit empfindlichen Gelenken ist dieser Unterschied auf Dauer beträchtlich.
Die Schweizer Rheumaliga empfiehlt es
Die Schweizer Rheumaliga gehört zu den medizinischen Institutionen, die das Nordic Walking für Menschen mit Arthrose ausdrücklich empfehlen, vor allem wegen seiner geringen Gelenkbelastung und seines Nutzens für die stützende Muskulatur der Gelenke.
Tipps für Menschen mit Arthrose
- Beginnen Sie mit sehr kurzen Touren (15 bis 20 Minuten) auf flachem Gelände
- Vermeiden Sie sehr unwegsames Gelände oder lange Abstiege bei Kniearthrose
- Wärmen Sie sich immer auf und dehnen Sie sich danach
- Warten Sie bei einem entzündlichen Schub (heißes, geschwollenes Gelenk) die Beruhigung ab, bevor Sie wieder starten
- Wählen Sie Stöcke mit guter Vibrationsdämpfung
Merken Sie sich: Nordic Walking wird bei leichter bis mäßiger Arthrose empfohlen. Es reduziert die Gelenkbelastung um 30% und erhält die stützende Muskulatur, ohne die Schäden zu verschlimmern.