Nordic Walking und Typ-2-Diabetes: eine empfohlene Aktivität

Typ-2-Diabetes betrifft mehr als 4 Millionen Franzosen und gehört zu den verbreitetsten chronischen Erkrankungen der Industrieländer. Regelmäßige körperliche Aktivität gilt einhellig als eine der Säulen der Behandlung. Besonders das Nordic Walking findet in der medizinischen Gemeinschaft wachsendes Interesse.

Die Wirkung auf den Blutzucker

Mehrere klinische Studien haben die Wirkung von 8- bis 12-wöchigen Nordic-Walking-Programmen bei Typ-2-Diabetikern gemessen. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Verbesserung des HbA1c (dem Marker des Blutzuckergleichgewichts über 3 Monate), eine Senkung des Nüchternblutzuckers und eine bessere Insulinsensitivität gegenüber nicht praktizierenden Kontrollgruppen.

Warum Nordic Walking besonders geeignet ist

Nordic Walking beansprucht 90% der Körpermuskulatur, darunter die großen Muskelgruppen von Beinen und Armen. Und genau in den Muskeln wird der Großteil der zirkulierenden Glukose verbraucht. Ein Training, das mehr Muskelmasse einbezieht als gewöhnliches Gehen, führt also zu höherem Glukoseverbrauch und besserer Blutzuckerkontrolle.

Ein Sport mit geringem Verletzungsrisiko

Diabetiker haben oft Begleiterkrankungen (Übergewicht, empfindliche Gelenke, periphere Neuropathie). Nordic Walking ist einer der wenigen Ausdauersportarten, die metabolische Wirksamkeit und geringe Gelenkbelastung verbinden. Es kann auf unterschiedlichen Böden praktiziert, jedem Fitnessniveau angepasst und allmählich intensiviert werden.

Vorsichtsmaßnahmen für Diabetiker

  • Konsultieren Sie Ihren Arzt oder Diabetologen vor Beginn eines Trainingsprogramms
  • Messen Sie Ihren Blutzucker vor und nach den ersten Touren, um die Reaktion Ihres Körpers zu verstehen
  • Tragen Sie immer schnellen Zucker bei sich, für den Fall einer Unterzuckerung
  • Tragen Sie nahtlose Socken und prüfen Sie Ihre Füße nach jeder Tour (Wundprävention)

Merken Sie sich: Nordic Walking verbessert HbA1c, Insulinsensitivität und Nüchternblutzucker bei Typ-2-Diabetikern. Das geringe Gelenkrisiko macht es in diesem Kontext zur Aktivität der Wahl.

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