Nordic Walking im Gebirge: Technik, Sicherheit und Freude in der Höhe
Das Nordic Walking hat sich auf flachem, regelmäßigem Gelände entwickelt, dort, wo es im Zentrum des Outdoor-Sports steht. Doch längst hat es die Stadtparks verlassen, um sich die Bergpfade vorzunehmen. Und genau dort entfaltet es sein volles Potenzial. Die Höhenmeter, die Vielfalt der Böden, die technische Anforderung jedes Tritts: lauter Situationen, in denen die Stöcke den Unterschied machen zwischen einer erschöpfenden und einer beherrschten Tour.
Was sich im Gebirge gegenüber der Ebene ändert
Im Gebirge wandelt sich die Rolle der Stöcke mit den Phasen der Route. Wo sie in der Ebene antreiben, drücken sie bergauf vertikal und entlasten die Beine. Bergab stabilisieren sie, bremsen und dämpfen. In Querungen sichern sie das seitliche Gleichgewicht. Auf technischen Passagen (Geröll, nasses Gras, Unterholz) vervielfachen sie die Kontaktpunkte und sichern jeden Tritt.
Die Technik passt sich jeder Situation an. Hier die wesentlichen Prinzipien.
Technik bergauf
Der Anstieg ist die Phase, in der die Stöcke für die Muskelökonomie am nützlichsten sind. Einige Schlüsselregeln:
- Den Stock direkt vor dem bergseitigen Fuß einsetzen, ohne die Bodenprojektion des Schwerpunkts zu überschreiten — für eine Schubkraft nach oben, nicht nach unten
- Den Schritt verkürzen und die Frequenz erhöhen, wenn der Hang steiler wird — besser 120 kleine, regelmäßige Schritte als 80 große, erschöpfende
- Mit den Armen arbeiten am sportlichen Anstieg — Trizeps und Schultern voll als zusätzliche Motoren nutzen
- Bei Steigungen über 40%: auf den simultanen Doppelschub wechseln, beide Stöcke zusammen, um den vertikalen Vortrieb zu maximieren
Technik bergab
Der Abstieg ist oft die belastendste Phase für die Gelenke, besonders an langen Tagen. Die Stöcke erlauben es, das Tempo zu kontrollieren und die Stöße zu verringern:
- Die Schlaufen lösen, sobald der Abstieg technisch wird — bei einem Sturz ist ein freier Stock weniger gefährlich als einer am Handgelenk
- Die Stöcke abwechselnd einsetzen am steilen Abstieg, um dauerhaften Bodenkontakt zu halten (Fuß + gegenüberliegender Stock)
- Knie gebeugt, Oberkörper leicht nach vorn, Gewicht auf dem Vorfuß — wie beim Skifahren
- Nicht nach hinten lehnen: der häufigste und gefährlichste Fehler im Abstieg
- Auf rutschigem Boden (nasses Gras, Steine): die Stöcke fest einsetzen, bevor die Füße bewegt werden
Sicherheit in der Höhe: die nicht verhandelbaren Regeln
Das Gebirge ist eine Umgebung, in der sich die Bedingungen in Minuten ändern können. Einige Grundprinzipien:
- Prüfen Sie das Wetter vor jeder Tour und nehmen Sie immer eine zusätzliche warme Schicht mit — die Temperaturen fallen in der Höhe auch im Sommer schnell
- Informieren Sie jemanden über Ihre Route und Ihre geplante Rückkehrzeit
- Trinken Sie mehr, als Sie denken — Höhe und Anstrengung zusammen erhöhen den Flüssigkeitsbedarf stark
- Ignorieren Sie keine Warnsignale: Schwindel, starke Kopfschmerzen, Herzklopfen in der Höhe können auf ein ernstes Problem hindeuten
- Mit Stöcken: tragen Sie sie nie horizontal umgehängt auf belebten Wegen — ein horizontal am Rücken getragener Stock verletzt die Menschen, die Ihnen begegnen
Die richtige Größe fürs Gebirge wählen
Die MØNARC® arcs de marche sind Einteiler mit fester Länge: Die Größe wird einmal beim Kauf gewählt, nach der Formel Körpergröße × 0,68. Im Gebirge passt sich also die Technik dem Relief an, nicht das Material: kürzerer Schritt und höhere Kadenz bergauf, Gewicht weiter vorn und gebeugte Knie bergab. Wer überwiegend im Berggelände unterwegs ist, kann die Größe direkt unter dem theoretischen Wert wählen, angenehmer an anhaltenden Steigungen.
Das Vercors, historisches Spielfeld von MØNARC®
Es ist kein Zufall, dass Christian Pelèse, Erfinder der MØNARC® Arcs de Marche, Jahrzehnte auf den Pfaden der Alpen und der umliegenden Gletscher verbracht hat. Das Vercors, ein Kalkplateau mit markanten Höhenunterschieden, abwechslungsreichen Wegen und eindrucksvollen Panoramen, ist das natürliche Terrain von MØNARC®.
Jean-Pierre Guilloteau, offizieller MØNARC®-Botschafter und staatlich geprüfter Mittelgebirgsbegleiter in Méaudre (Vercors), organisiert dort regelmäßig Aufenthalte und Kurse mit den Arcs de Marche. Seine Bergerfahrung, kombiniert mit den gebogenen Stöcken, öffnet den Weg zu einer engagierteren, sichereren und erfüllenderen Praxis als auf jedem flachen Gelände.
Zum Weiterlesen
- Welche Größe von Nordic-Walking-Stöcken wählen? Der komplette Ratgeber
- Die verschiedenen Spitzentypen für Nordic-Walking-Stöcke: wie wählen?
- Nordic Walking und Knieschmerzen: Antworten auf die häufigsten Fragen
- Die Schuhe fürs Nordic Walking wählen
👉 Die MØNARC® Arcs de Marche® fürs Gebirge — monarc-nordic.com